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ABTASTUNG

Der Abtaster mit dem Drygate in Betrieb. Details des Abtaster-Boards Die Cordmaschine (Filmlaufwerk MB51) zum Abspielen der Cordbänder. Die Abtast-Workstation im Überblick. Poogle-Pult, Klasse-1-Monitor und weitere Bildschirme am Arbeitsplatz des Abtast-Operators. Die die Pogle-Oberfläche auf dem linken und die AVID-Oberfläche auf dem rechten Bildschirm am Arbeitsplatz des Abtast-Operators.

Für das Abtasten des Filmmaterials steht das Drygate-Verfahren zur Verfügung. Die Trocken-Abtastung (Drygate genannt) ist das Standardverfahren bei intaktem Material.

Vorbereitungen und Standards

  • Vor der Abtastung prüfen wir, welche Art von Filmbegleitton vorhanden ist (Film + Cordband, Film + Lichtton, Film + Lichtton + Cordband; Film mit Randspurmagnetton, Film mit Randspur- magnetton + Cordband). Je nach dem welche Art von Begleitton vorliegt, wird geprüft, welche Tonspur die qualitativ besten Ergebnisse liefert.
  • Die Cordmaschine (Filmlaufwerk MB51) wird standardmäßig per Messband eingepegelt. Als Messtonreferenz verwenden wir einen original Magnetton-Messfilm nach SMPTE Standard.
  • Den Einsatz von Filtern (etwa Filmschmutz- und Schrammen- Filter) vermeiden wir nach Möglichkeit. Kommen Sie auf Kunden-wunsch dennoch zum Einsatz, gilt unser besonderes Augenmerk der Vermeidung von filterbedingen Artefakten.

 

Der Abtastprozess

  • Der Abtastprozess wird so optimiert, dass Fixed Pattern Noise (FPN), der sog. Fliegengittereffekt (engl. Screen Door Effect – SDE) durch entsprechende Geräteeinstellungen vermieden wird.
  • Zur Überwachung des Videosignals und zur Vermeidung von Überpegeln setzen wir ein Legalizer-System ein, das unzulässige Farbwerte während der Abtastung erkennt, anzeigt und korrigiert. Auch hier gilt unsere Aufmerksamkeit der Vermeidung von Artefakten.
  • Am Filmabtaster können wir während der Abtastung folgende Korrekturen für die Bildbeeinflussung vornehmen: Kontrast, Farbe, Helligkeit, Gamma und Black Stretch.
  • Mit der Grundkorrektur der Bildparameter des abgetasteten Films stellen wir sicher, dass uns der volle Kontrastumfang des Ausgangsmaterials zur Verfügung steht.
  • Parameter wie Filmkorn, Rausch-Reduktion und Kontrast- anhebung können ebenfalls beeinflusst werden. Hierzu stimmen wir uns mit dem jeweiligen Kunden ab.
  • Während des Einspielprozesses kontrollieren wir Bild- und Tonqualität visuell und akustisch als auch mit den dafür vorhanden Kontrollinstrumenten.
  • Zur Kontrolle der Videoinformationen wird ein Rasterizer (Vetor- scope und ein Wave-Form-Monitor) eingesetzt, Audiosignale werden über einen RTW Mastermonitor im Peakmeter und Korrelationsgradanzeiger kontrolliert.

 

Ablage der Daten auf Datenspeicher

  • Die digital vorliegenden Informationen, die der Filmabtaster als Komponenten-Datenstrom liefert, werden am NLE-Schnittplatz (AVID Media Composer) auf Festplatte abgelegt.
  • Film- und Tondaten liegen nach dem Einspielprozess transparent (ohne Kompression in maximal möglicher Qualität) als getrennte Datenströme auf Datenträger vor.

 

Qualitätsmanagement

Zur Sicherstellung optimaler Ergebnisse bei der Filmabtastung werden von unseren Spezialisten folgende Arbeiten turnusmäßig durchgeführt:

  • Reinigung der Projektionslinsen der Abtaster (mehrfach täglich)
  • FPN-Selbstkorrektur des Abtasters zur Vermeidung von FPN (mind. 3x täglich, inkl. Weißabgleich).
  • Einhaltung der Warmlaufphase für Abtaster und Cordmaschine (für Stabilität und Gleichlauf, Kalibrierung), sofern diese einmal ausgeschaltet worden sind (große Wartung, Reparatur usw.)
  • Die Projektionslampen der Abtaster werden über Stundenzähler und FPN-Bewertung des Blaulichtanteils kontrolliert und regelmäßig durch neue ersetzt.
  • Gewährleistung der gleichmäßigen Umgebungstemperatur des gesamten Abtastequipments durch Einsatz von Klimageräten.

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